Facebook, die Fortsetzung

Vor einiger Zeit habe ich mal was zu den unschönen Praktiken von FB geschrieben und darüber, wie unglaublich rotzig und fahrlässig die mit den Accounts und den Daten der Nutzer umgehen.

Etwa um die gleiche Zeit kam WhatsApp ins Gerede, sie würden die Kontodaten und vermutlich noch mehr abgreifen. Zwischenzeitlich wurden die wieder Guten. Und jetzt hat es den Anschein, als ob Facebook sich auch die WhatsApp Nutzerdaten unter den Nagel reisst. Und das einzige was man dagegen machen kann ist: Genau, nichts. Doch, halt, man kann den Account nicht mehr nutzen. Denn gelöscht wird nichts im Internet.

Und da gibt es tatsächlich noch Leute die mich fragen, warum ich denn kein WhatsApp hätte. Das wäre schliesslich viel günstiger als immer SMS zu schreiben. Meine Antwort verschlägt den meisten dann gänzlich die Sprache: Ich habe keinen Datentarif. Ich brauche von unterwegs keinen Zugriff auf meine Mails, auf die neusten News (es müssen neue News sein, denn alte News interessieren ja keinen) und schon gar nicht auf WhatsApp. Wenn mir jemand ein Bild schicken will, dann soll er oder sie das in eine Mail packen. Das sehe ich mir dann in aller Ruhe an. Zu Hause. Mit WLAN. JA, ICH BIN NÄMLICH KEIN TECHNIKVERWEIGER. Selbst ich nutze für den Personentransport eine dieser pferdelosen Kutschen. Ich wollte eigentlich noch vorrechnen, warum mich ein Datentarif auch deutlich teurer kommt als die CHF 25.- pro Jahr die ich für Kurzmitteilungen raushaue. Und ja, ich meinte tatsächlich „pro Jahr“.

Zu diesem kurzen Artikel wurde ich durch eine Mail von der Stifgung für Konsumentenschutz SKS inspiriert. Der Ihnalt ist auch auf der Website zu finden.

Schule und die Antwort

Letzte Woche kam Ballerina in die Schule. Und was waren wir froh, dass sie nun gerne geht. Auch wenn die Hausaufgaben langweilig sind.

„Immer das gleiche wiederholen und wiederholen und wiederholen und wiederholen und …“. Irgendwann habe ich sie dann unterbrochen und ihr versichert, dass ich verstanden hätte was sie meint. Es ist aber auch nicht einfach. Wie, ausser durch Wiederholung, soll man denn diese komischen Dinger die die Erwachsenen „Zahlen“ und „Buchstaben“ nennen sonst lernen? Und das andere da, die „Wörter“. Das ist so schwierig. Ich weiss gar nicht mehr, wie ich das gelernt habe und ob es mir schwer fiel aus den Buchstaben und einzelnen Lauten ganze Wörter zu bilden. Jedenfalls hatte sie letzten Donnerstag oder Freitag ihr erstes Erfolgserlebnis. Sie hat bei einem der Wörter die mit ‚L‘ anfangen die Verbindung der einzelnen Laute geschafft und das Wort gelesen.

Dieser Moment, wenn man in die Augen seines Kindes blickt und sieht, dass es sich darüber freut, es begriffen zu haben. UNBEZAHLBAR.

Was ich ursprünglich sagen wollte wurde durch das folgende Bild inspiriert:

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Dieses Bild wurde tatsächlich IN EINER SCHULE aufgenommen. Man stelle sich das mal vor. Lasst es auf euch wirken. Und teilt mir in den Kommentaren mit, was ihr davon haltet.

Ich hoffe nur (nicht ganz ernsthaft), dass meine Kinder in der Schule überhaupt irgendwelche Antworten bekommen.

Immer diese Fragen

Es ist Sonntag, Nachmittag. Es ist noch heisser. Mindestens 30° Celsius im Schatten. Wir sitzen alle etwas ermattet bei BBs Grosseltern.

Ballerina ist ausser Hörweite mit einer künstlerischen Tätigkeit beschäftigt, geht völlig versunken in ihrem Tun auf.

Bardin beschwert sich über den herrschenden Lärm, weil grade zwei oder mehr Personen miteinandern diskutieren. Sie hält eine Lupe in der Hand und will lesen, was auf der Briefmarke steht, die Omi ihr auf ein selbstgebasteltes Couvert geklebt hat.

Bardin: „Still, ich will das jetzt lesen. Es ist zu laut.“

Ich: „Lies es halt zu Hause, da ist es vielleicht leiser.“

Bardin: „Das geht nicht, dann kommt immer Ballerina und fragt: ‚Was machst du da?'“

Ballerina schlendert vorbei und fragt beiläufig: „Was machst du da?“

Iglu vs. Versteck

Es ist Sonntag Vormittag. Es ist heiss, ca. 30° Celsius. Im Schatten.

Wir sind in einem Zimmer mit Fenster Richtung Süden. Es ist also auch drinnen ziemlich warm. Die Kinder spielen seit über einer Stunde unaufgefordert. Also keine Forderung nach Bildung (frei nach Dieter Hildebrand).

Ballerina: „Wir brauchen ein Versteck.“

Bardin: „Ein Iglu.“

Ballerina: „Nein, ein Versteck.“

Bardin: „Ein Iglu, zum Verstecken.“

The Expendables: Ein Actionkracher mit Botschaft

Wer hätte das gedacht, Stallone führt Regie, alles was in der Hollywood Actionfilm Szene Rang und Namen hat ist vertreten, und sei es nur für das kurze Geplänkel mit Ex-Gouvernator Schwarzenegger.

Was mich an dem Film jedoch überrascht hat, war diese eine Botschaft, die mir so überdeutlich hervorgehoben schien: Wahre Liebe ist jedes Risiko wert und lässt dich niemals so zurück wie sie dich angetroffen hat.

Da gab es den alt-Hippie Tattoo Shop Besitzer, der sich anscheinend nie den Namen seiner aktuellen „Freundin“ merken kann. Sein Motto, so scheint es: „Ach, wer zählt denn schon.“. Dann erzählt er dem Anführer der Söldner Truppe eine Geschichte aus seiner Vergangenheit, und man merkt dabei, dass der alt-Hippie an seiner Unfähigkeit eine feste Beziehung einzugehen leidet. Aber natürlich ist er genug Macho um das dauernd zu übertünchen.

Dann gibt es den Typ Söldner, der immer wieder zu seiner Flamme nach Hause kommt, ihr treu ist aber aufgrund seines Berufs nur wenige Wochen im Jahr zu Hause sein kann. Er wird enttäuscht, weil sie nicht auf ihn warten wollte („Ich weiss ja nicht mal, womit du dein Geld verdienst“), was sie ziemlich und ihr aktueller „Freund“ äusserst bitter bereut. Oh nein, der Typ Söldner hält sich zurück und akzeptiert die Situation. Ein paar Tage später ruft sie ihn an, er kommt vorbei und streicht ihr die wilde Mähne aus dem Gesicht. Man ahnt es schon, das Gesicht ist geschwollen und von Blutergüssen übersäht. Er fährt mir ihr dorthin, wo der Typ mit fünf oder sechs anderen Basketball spielt. Dann geht er hin um ihn zur Rede zu stellen, und dieser andere macht den Fehler, den Typ Söldner zu provozieren. Dieser zerlegt die Truppe innerhalb von 20 Sekunden, kehrt zu seiner Ex-Freundin zurück und meint nur: „Jetzt weisst du, womit ich mein Geld verdiene. Du hättest auf mich warten sollen, ich wäre es wert gewesen.“

Der dritte ist der Anführer der Söldnertruppe. Er war anscheinend noch nie verliebt und wird von seinen Gefühlen völlig überrumpelt als er einen möglichen Einsatzort auskundschaften will.

Obwohl es zum Scheitern verurteilt scheint, will er alleine zurückkehren und die Frau, die sein Herz angerührt hat aus ihrem „Gefängnis“ befreien. Er geht natürlich nicht alleine, seine Freunde begleiten ihn. Zusammen befreien die schmutzigen Ritter die Prinzessin und erledigen den Bösewicht. Er will sie mit zu sich nehmen, sie will bleiben und beim Wiederaufbau helfen. So trennen sich ihre Wege.

Die Moral: Wahre Liebe lohnt sich, wenn sie auch manchmal weh tun kann. Sie ist Risiken Wert, die man sich nie hätte träumen lassen.