Frühstücks-Fürsorge

Montag, 19. November 2012, Morgens

Heute mussten wir alle früh raus. K*** hat mich zur Arbeit gefahren und wie meistens wenn wir alle früh raus müssen schlief Ballerina am längsten.

Als sie dann runter kam zu uns hielt sie ihre Waffeln von letzter Nacht (Nachtessen-verschlafens-Proviant) in der einen Hand und wollte sie mir geben, als Frühstück, damit ich auch etwas zu essen hätte im Büro. Sie hat sie wie wild gegen unseren Staubsauger (Penny, die Labrador-Retreiver Hündin) verteidigt und in eine Plastiktüte eingepackt.

Im Büro angekommen dachte ich schon, sie hätte die Tüte irgendwo in der Küche liegen gelassen. Bis ich meine Tasche geöffnet hatte. Da waren sie, die Zeichen der Fürsorge meiner ältesten Tochter.

Manchmal wünschte ich mir, wir könnten alle die Welt etwas mehr mit den Augen unserer Kinder sehen. Einfacher und direkter, unkomplizierter. Frei von Paragraphenreitern und Miesmachern. Dass die Erde wie wir sie heute haben manchmal zu einem Vorhof der Hölle wurde/wird ist bestimmt nicht den Kindern zu verdanken.

Mir jedenfalls gibt es zu denken wenn ich meine beiden grossen Kleinen beobachte. Ohne das Lied je gehört zu haben kann ich mir mittlerweile sehr gut vorstellen, was Reinhard Mey in „Du bist ein Riese, Max“ besungen hat.

Marc

3 Comments

  1. Schmelz! Sie hat sich so bemüht, die Tasche wieder zu zubekommen. War für so kleine Händchen nicht einfach. Aber ihr war es so wichtig, dass es ihr letztendlich nach ein paar Versuchen gelang.

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