Training, die 2. Langsam, aber stetig

Nachdem ich letzten Freitag eine kleine Liegestütz Testrunde eingeschoben habe, haben sich gestern gleich zwei Steigerungen ergeben. Und bei beiden lief es sehr ähnlich ab. Unmittelbar vor dem dritten Satz LS und KH Curls hatte ich die Befürchtung, dass es nicht klappt mit der Erhöhung der Wiederholungszahl. Dann tat ich etwas, was ich bisher nur selten gemacht habe und auch nur ganz am Anfang. Ich sagte mir: Ich schaffe MINDESTENS so viele, wie ich ursprünglich maximal dachte zu schaffen. Bei den Curls ging es dann fast zu leicht und die letzten 5 Liegestütz waren auch bei weitem nicht so schwer und schwierig wie ich dachte.

Was mir wieder einmal deutlich gezeigt hat: Training beginnt im Kopf.

Dennoch finde ich es wichtig, es nicht zu übertreiben. Gerade wenn man sich steigert sollte man gut auf den Körper und auch auf den Kopf hören. Wenn dieser nämlich mit Kopfschmerzen auf das Training reagiert, dann nutzen mir auch irgendwelche Eisenbeisser-Blödsprüche nicht von wegen „No pain, no gain“. Das nutzt mir dann viel wenn ich mit geplatzten Gefässen im Krankenhaus liege. Nene, Anstrengung ist wichtig, Schwitzen ist nötig und es darf auch „weh“ tun, aber bitte immer mit Verstand bei der Sache sein.

Der aktuelle Stand:

Liegestütz am Tisch 15, 15, 15 Wdh.
Halbe Kniebeugen 25, 25 Wdh.
Kurzhantel Bizeps Curls 15, 15, 15 Wdh.
Kurzhantel Rudern vorgebeugt 20, 15, 15 Wdh.

Manch einer mag denken: „Viel zu viele Wdh. und viel zu wenig Gewicht.“ Dachte ich früher auch. Aber der aktuelle Erfolg widerlegt mich zumindest nicht. Ich mache langsame, aber stete Fortschritte, mein unterer Rücken ist schmerzfrei und mit nicht allzuviel Fantasie erkennt man bereits nach 9 Wochen die Auswirkungen des Trainings. 😉

Nach vergleichbarer Dauer, 3facher Trainingszeit pro Training, Hin- und Rückfahrt zum/vom Studio und ein paar Hundert Einheiten des hier üblichen und anerkannten Zahlungsmittels konnte ich keine gesamthaft vergleichbaren Erfolge verbuchen.

Fazit: Ich trainiere weiterhin zu Hause, denn das hat immer geöffnet und kostet mich keinen Rappen extra.

P.S. Bei dem Test letzte Woche schaffte ich 4, 2, 2 normale Liegestütz und jeweils noch 5, 7, 5 auf Knien um das Mass voll zu haben. Vor 9 Wochen schaffte ich keine einzige. Langsam, aber stetig.

Marc

2 Comments

  1. Also, ich wäre ja nicht so mutig, da meine Ergebnisse aufzuschreiben. Respekt. Ich wollte nur den Gedanke trotz allem rappenlosen Zuhausetrainierens auf den Aspekt lenken, das McFit (nein, das ist kein gesponserter Kommentar) ja 24 Stunden am Tage offen hat. Und zumindest meine Studio hier in Bonn neuerdings extrem gute Rückengeräte hat (früher war das ja alles nur Bizeps oder so), und ich kann das schon beurteilen, weil ich meine Odysee durch Orthopäde, Krankengymnastik, etc, hinter mir habe. Wir heben ja unserer Kleinen auch gerne hoch. Ach, und das war auch nicht gesponsert http://wp.me/p4WCtx-4W. Aber der Social Media Manager von McFit hatte vorbeigeschaut. So oder so, alles Gute für den Rücken!

    • Das mit dem Mut ist relativ. Ich habe ja ausser mir und meinem Chef niemandem etwas zu beweisen. Mir weil ich will, und meinem Chef weil ich etwas grossspurig verkündet hatte, dass ich an meinem 50. Geburtstag mit dem Muscle-Shirt hier antanze. Und genau das habe ich vor. Zu meinem Glück habe ich ja noch soundsoviele Jahre Zeit dafür.

      Wegen Studio … Ich habe nichts gegen Studios. Es ist nur so, dass in vielen eine bestimmte Sicht der möglichen Wege zu trainieren vorherrscht. Und NUR eine. Daheim kann ich machen was ich für richtig erachte. Und weil du die Rückenmaschinen erwähnst, ich war eine Zeitlang in einem Studio einer Gesundsheits-Krafttraining Kette aus der Schweiz, die hatten dort auch Zeug für Rückenstrecker etc. Aber das war nie mein Problem, dort habe ich fast so viel Gewicht drauf gehabt wie auf der Beinpresse.
      Meine Probleme sind seit den Liegestützen Geschichte. Stabilisierung der Rumpfmuskulatur. Und das geht nur mit möglichst „grossen“ Übungen wie eben Liegestütz oder Kniebeugen. Für Kreuzheben und schweres Rudern bin ich noch nicht reif. 😉
      McFit wäre toll, gibt es aber nicht in vernünftiger Distanz zu Wohn-/Arbeitsort. Zumindest wüsste ich nichts davon.
      Ach ja, einen schmerzfreien Rücken und frohes Kinderheben. 😉

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