Der alte Hund ist tot, und das Haus nun leer oder: R.I.P. Penny

Penny dürfte ca. 12 Wochen alt gewesen sein, als sie meiner Frau über den Weg geführt wurde. Der Name kommt übrigens nicht von „Penelope“, wie man meinen könnte. Nein, Penny hat einfach die ganze Fahrt von ihrem Ursprungs- zu ihrem Zielort geschlafen, oder etwas salopper: gepennt. Penny halt.

Die Anfänge

Die Anfänge

 

Irgendwann später, als sie etwas grösser war machte sie gemeinsam mit Frauchen einen Ausflug um einen ihrer Brüder zu treffen. Ganz offensichtlich mochten sie sich zwar, dennoch durfte ihr nie jemand ihren Stock, Gummiente, Spielzeug, owai ohne weiteres wegnehmen. Das war aber eigentlich ein gutes Zeichen, denn wenn Penny einen mochte, und das traf auf 99% der Menschheit zu, dann musste sie unbedingt etwas in der Schnauze haben und erst dann konnte sie den Neuankömmling gebührend, nämlich stürmisch, begrüssen.

Insofern Alex, du durftest dich glücklich schätzen.

Geschwisterliebe - Penny mit Bruder Alex

Geschwisterliebe – Penny mit Bruder Alex

 

Selbstredend, dass sie am wichtigsten Tag von Frauchen und neu auch Herrchen dabei sein musste. Es gibt sogar Bilder, auf denen sie mit den beiden Menschen zu sehen ist. Aber das hier hat es mir besonders angetan, danke an dieser Stelle an den Fotografen für diesen für mich unvergesslichen Moment, bzw. dafür, dass er ihn für mich eingefangen hat.

Penny auf unserer Hochzeit

Penny auf unserer Hochzeit

 

Und als die Familie – tschuldigung, das Rudel – dann grösser wurde, zeigte sich erst wie sehr Penny der perfekte Hund für uns war. Solche Bilder waren keine Seltenheit. Penny wollte immer mit dabei sein und es war ihr vermutlich das grösste Anliegen, dass das Rudel beisammen zu sein hatte. Ansonsten ist sie häufig zwischen den einzelnen Mitgliedern hin- und hergewandert.

Wie sie mit unseren zwischenzeitlich zwei Töchtern umging war beispielhaft, auch und vor allem für uns selber. Ich glaube mit Ausnahme von Gott selbst hatte niemand mehr Geduld mit unseren beiden Mädels als diese Hündin. Sie war eine treue Seele, war, obwohl sie einen eigenen Charkater hatte, immer „für einen“. Und sie war anhänglich. Ihre grösste Angst war es, alleine gelassen zu werden und entsprechend freute sie sich aufrichtig und ohne jeden Dünkel, wenn sie wieder mit dem Rudel vereint war.

Auch mir stellte sie sich nie in den Weg und je mehr ich gelernt habe mit dem Hund in ihr umzugehen, desto einfacher wurde es auch. Sie hat mir meinen Platz als Alphatier nie streitig gemacht, hat aber natürlich erwartet, dass ich diese Rolle auch wahrnehme. Sie hat uns gelehrt, was es heisst, bedingungslos zu lieben.

So lernt man teilen

So lernt man teilen

 

Sie fehlt uns. Das Loch, dass durch ihren Weggang in unsere Familie gerissen wurde wird wohl für längere Zeit nicht gestopft, geschweige denn gefüllt werden können. Im Moment ist unsere Familie hier auf der Erde ein gutes Stück kleiner und ruhiger geworden. Ich bin froh, dass es ihr da, wo sie jetzt ist besser geht. Ich weiss nicht, wie der Himmel für einen Hund aussehen muss, aber in Pennys Fall ist mindestens eine grosse Schneewiese im Winter und ein ordentlicher Bach im Sommer Teil davon. Und natürlich Spielkameraden aller Art.

Marc

2 Comments

    • Gerngeschehen. Der Titel ist ja eine Anspielung auf ein Lied eines der grössten deutschen Liedermachers. Ich könnte den Beitrag auch mit der letzten Zeile des Refrains aus „Mensch“ von Grönemeyer zusammenfassen: „Du fehlst“ …

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