Umschmeichelte Finger oder: Wichtige Werkzeuge eines Autors

Sie wollen ein Buch schreiben. Sie haben Bücher gelesen und vielleicht sogar Seminare besucht. Sie haben einen Computer. Sie haben jede Software installiert, die man als Autor so brauchen kann: Textverarbeitung, Planungstools, Notizprogramme, Lexika, usw. Eigentlich könnten sie doch loslegen. Das ist wie der Witz mit dem Gast und dem Ober, der an den Tisch gerufen wird.

„Probieren Sie bitte die Suppe.“
„Ist etwas nicht in Ordnung, ist sie zu heiss, zu kalt?“
„Probieren Sie die Suppe.“
„Wenn sie Ihnen nicht schmeckt, ich kann eine andere bringen. Oder Gewürze, vielleicht ist sie Ihnen zu fad?“
„Probieren Sie die Suppe, bitte.“
„Es ist mir sehr unangenehm, wir wollen das alle unsere Gäste …“
„Probieren Sie die Suppe!“
„Gut … ähm, wo ist der Löffel?“

So ähnlich ging es mir, nur wusste ich nichts davon. Ich bin seit über 25 Jahren im gleichen Business in immer wieder anderen Branchen tätig. Und es gab eine Zeit, da war ich der Perfektion des Werkzeugs so nahe man es damals für Geld nur sein konnte.

Heute, ein Vierteljahrhundert später, bin ich noch einen Schritt weiter.

Ahnen Sie bereits, worauf ich hinaus will? Bestimmt. Es geht um die Tastatur, das Keyboard. Sie können sich tatsächlich einen Gefallen tun und sich mit der Anschaffung des für Sie richtigen Keyboards etwas auseinandersetzen, oder aber Sie denken sich: „Was soll’s, ich hacke halt meine Wörter da rein.“ Aber ich kann Ihnen versichern, es ist wie beim Billardspielen. Wenn Sie meinen, mit einem Queue aus dem Billardcenter vernünftig spielen zu können, dann nehmen Sie – wenn Sie einmal eines in die Hände bekommen – ein richtiges, gutes, mit Liebe zum Detail gefertigtes Stück in die Hand und spielen Sie damit ein oder zwei Spiele. Ich bin mir sicher, Sie wollen es nicht mehr aus der Hand geben. Plötzlich kommt Ihnen das 08/15 Queue vor wie ein Bambusstock der die letzten drei Jahre als Rankhilfe für Bohnen diente.

Ich übertreibe ein wenig, aber wirklich nur ein bisschen. Dort, wo ich die meiste Zeit des Tages an einem Keyboard arbeite habe ich meins zur Verfügung gestellt bekommen. Und ich schätze mich glücklich. Es ist wie das Erwachen aus einem schlechten Traum. Plötzlich fliegen die Finger über die Tastatur und die Hände fühlen sich nicht mehr so an, als hätten sie die letzten 8,5 Stunden Kokosnüsse zerquetscht, jedoch ohne den darauf folgenden und durchaus wünschenswerten Kraftzuwachs.

"Mein" Keyboard.

„Mein“ Keyboard.

Also, nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Hände werden es Ihnen und Sie werden es mir danken.

Marc

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