Immer diese Fragen

Es ist Sonntag, Nachmittag. Es ist noch heisser. Mindestens 30° Celsius im Schatten. Wir sitzen alle etwas ermattet bei BBs Grosseltern.

Ballerina ist ausser Hörweite mit einer künstlerischen Tätigkeit beschäftigt, geht völlig versunken in ihrem Tun auf.

Bardin beschwert sich über den herrschenden Lärm, weil grade zwei oder mehr Personen miteinandern diskutieren. Sie hält eine Lupe in der Hand und will lesen, was auf der Briefmarke steht, die Omi ihr auf ein selbstgebasteltes Couvert geklebt hat.

Bardin: „Still, ich will das jetzt lesen. Es ist zu laut.“

Ich: „Lies es halt zu Hause, da ist es vielleicht leiser.“

Bardin: „Das geht nicht, dann kommt immer Ballerina und fragt: ‚Was machst du da?'“

Ballerina schlendert vorbei und fragt beiläufig: „Was machst du da?“

Iglu vs. Versteck

Es ist Sonntag Vormittag. Es ist heiss, ca. 30° Celsius. Im Schatten.

Wir sind in einem Zimmer mit Fenster Richtung Süden. Es ist also auch drinnen ziemlich warm. Die Kinder spielen seit über einer Stunde unaufgefordert. Also keine Forderung nach Bildung (frei nach Dieter Hildebrand).

Ballerina: „Wir brauchen ein Versteck.“

Bardin: „Ein Iglu.“

Ballerina: „Nein, ein Versteck.“

Bardin: „Ein Iglu, zum Verstecken.“

The Expendables: Ein Actionkracher mit Botschaft

Wer hätte das gedacht, Stallone führt Regie, alles was in der Hollywood Actionfilm Szene Rang und Namen hat ist vertreten, und sei es nur für das kurze Geplänkel mit Ex-Gouvernator Schwarzenegger.

Was mich an dem Film jedoch überrascht hat, war diese eine Botschaft, die mir so überdeutlich hervorgehoben schien: Wahre Liebe ist jedes Risiko wert und lässt dich niemals so zurück wie sie dich angetroffen hat.

Da gab es den alt-Hippie Tattoo Shop Besitzer, der sich anscheinend nie den Namen seiner aktuellen „Freundin“ merken kann. Sein Motto, so scheint es: „Ach, wer zählt denn schon.“. Dann erzählt er dem Anführer der Söldner Truppe eine Geschichte aus seiner Vergangenheit, und man merkt dabei, dass der alt-Hippie an seiner Unfähigkeit eine feste Beziehung einzugehen leidet. Aber natürlich ist er genug Macho um das dauernd zu übertünchen.

Dann gibt es den Typ Söldner, der immer wieder zu seiner Flamme nach Hause kommt, ihr treu ist aber aufgrund seines Berufs nur wenige Wochen im Jahr zu Hause sein kann. Er wird enttäuscht, weil sie nicht auf ihn warten wollte („Ich weiss ja nicht mal, womit du dein Geld verdienst“), was sie ziemlich und ihr aktueller „Freund“ äusserst bitter bereut. Oh nein, der Typ Söldner hält sich zurück und akzeptiert die Situation. Ein paar Tage später ruft sie ihn an, er kommt vorbei und streicht ihr die wilde Mähne aus dem Gesicht. Man ahnt es schon, das Gesicht ist geschwollen und von Blutergüssen übersäht. Er fährt mir ihr dorthin, wo der Typ mit fünf oder sechs anderen Basketball spielt. Dann geht er hin um ihn zur Rede zu stellen, und dieser andere macht den Fehler, den Typ Söldner zu provozieren. Dieser zerlegt die Truppe innerhalb von 20 Sekunden, kehrt zu seiner Ex-Freundin zurück und meint nur: „Jetzt weisst du, womit ich mein Geld verdiene. Du hättest auf mich warten sollen, ich wäre es wert gewesen.“

Der dritte ist der Anführer der Söldnertruppe. Er war anscheinend noch nie verliebt und wird von seinen Gefühlen völlig überrumpelt als er einen möglichen Einsatzort auskundschaften will.

Obwohl es zum Scheitern verurteilt scheint, will er alleine zurückkehren und die Frau, die sein Herz angerührt hat aus ihrem „Gefängnis“ befreien. Er geht natürlich nicht alleine, seine Freunde begleiten ihn. Zusammen befreien die schmutzigen Ritter die Prinzessin und erledigen den Bösewicht. Er will sie mit zu sich nehmen, sie will bleiben und beim Wiederaufbau helfen. So trennen sich ihre Wege.

Die Moral: Wahre Liebe lohnt sich, wenn sie auch manchmal weh tun kann. Sie ist Risiken Wert, die man sich nie hätte träumen lassen.

Entenvater, Hühneronkel und Kaninchenopfer

Es ist soweit, unser Zoo ist nahezu komplett.

Die Tiere, die absichtlich geduldet im Haus leben, die lasse ich mal aussen vor, zumal es aktuell eh nur noch einer ist. Nämlich unser Kampfkuschler Pascha.

Draussen jedoch, im Stall und auf der Wiese, je nach Tageszeit und Wetter, da leben unsere wilden Horden. Angefangen hat alles mit Prillan und ihrer Mützenstrickenden Gefolgschaft.

Prillan_klein

Prillan

Als nächstes, vor noch gar nicht so langer Zeit, kamen dann zwei Kaninchen dazu, die unsere Mädels unter der Bedingung, den Stall zu misten und sie zu füttern, vor dem Schlachter gerettet haben.

Sie sind aber auch zu niedlich, wenn sie nur nicht derart scharfe Krallen hätten …

Kaninchen_klein

Niedliche Krallenträger

Und seit Gestern, da sind wir vorläufige Besitzer von fünf Entenjungen. Kurz darauf wurde dann noch die Mutter der fünf dazugesellt. Sie muss total durchgedreht und die ganze Nachbarschaft zusammengeschnattert haben, dass die Besitzerin uns bat, sie solange zu nehmen, bis die Jungen ihre Federn bekämen und die Mutter sie dann auch eher gehen lassen würde.

Ist ja auch normal, ist halt eine Mami.

Wiedervereinte Entenfamilie

Wiedervereinte Entenfamilie

ReBlogged: Warum ich als digitaler Mensch Briefe schreibe | Jürgen Weimann | LinkedIn

Im Business-Leben dominieren Emails den Tag. Digitale Messenger wie z.B. WhatsApp boomen. Emotionen, aktuelle Nachrichten oder Gedanken werden mit einem Hashtag versehen und via Twitter verbreitet.

Quelle: Warum ich als digitaler Mensch Briefe schreibe | Jürgen Weimann | LinkedIn

Schon seit längerem geht mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, endlich mal wieder einen Brief schreiben zu wollen. Manchmal braucht es nur einen kleinen Artikel als Auslöser. Und den passenden Stift. Aber das ist eine andere Geschichte.

Umschmeichelte Finger oder: Wichtige Werkzeuge eines Autors

Sie wollen ein Buch schreiben. Sie haben Bücher gelesen und vielleicht sogar Seminare besucht. Sie haben einen Computer. Sie haben jede Software installiert, die man als Autor so brauchen kann: Textverarbeitung, Planungstools, Notizprogramme, Lexika, usw. Eigentlich könnten sie doch loslegen. Das ist wie der Witz mit dem Gast und dem Ober, der an den Tisch gerufen wird.

„Probieren Sie bitte die Suppe.“
„Ist etwas nicht in Ordnung, ist sie zu heiss, zu kalt?“
„Probieren Sie die Suppe.“
„Wenn sie Ihnen nicht schmeckt, ich kann eine andere bringen. Oder Gewürze, vielleicht ist sie Ihnen zu fad?“
„Probieren Sie die Suppe, bitte.“
„Es ist mir sehr unangenehm, wir wollen das alle unsere Gäste …“
„Probieren Sie die Suppe!“
„Gut … ähm, wo ist der Löffel?“

So ähnlich ging es mir, nur wusste ich nichts davon. Ich bin seit über 25 Jahren im gleichen Business in immer wieder anderen Branchen tätig. Und es gab eine Zeit, da war ich der Perfektion des Werkzeugs so nahe man es damals für Geld nur sein konnte.

Heute, ein Vierteljahrhundert später, bin ich noch einen Schritt weiter.

Ahnen Sie bereits, worauf ich hinaus will? Bestimmt. Es geht um die Tastatur, das Keyboard. Sie können sich tatsächlich einen Gefallen tun und sich mit der Anschaffung des für Sie richtigen Keyboards etwas auseinandersetzen, oder aber Sie denken sich: „Was soll’s, ich hacke halt meine Wörter da rein.“ Aber ich kann Ihnen versichern, es ist wie beim Billardspielen. Wenn Sie meinen, mit einem Queue aus dem Billardcenter vernünftig spielen zu können, dann nehmen Sie – wenn Sie einmal eines in die Hände bekommen – ein richtiges, gutes, mit Liebe zum Detail gefertigtes Stück in die Hand und spielen Sie damit ein oder zwei Spiele. Ich bin mir sicher, Sie wollen es nicht mehr aus der Hand geben. Plötzlich kommt Ihnen das 08/15 Queue vor wie ein Bambusstock der die letzten drei Jahre als Rankhilfe für Bohnen diente.

Ich übertreibe ein wenig, aber wirklich nur ein bisschen. Dort, wo ich die meiste Zeit des Tages an einem Keyboard arbeite habe ich meins zur Verfügung gestellt bekommen. Und ich schätze mich glücklich. Es ist wie das Erwachen aus einem schlechten Traum. Plötzlich fliegen die Finger über die Tastatur und die Hände fühlen sich nicht mehr so an, als hätten sie die letzten 8,5 Stunden Kokosnüsse zerquetscht, jedoch ohne den darauf folgenden und durchaus wünschenswerten Kraftzuwachs.

"Mein" Keyboard.

„Mein“ Keyboard.

Also, nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Hände werden es Ihnen und Sie werden es mir danken.